Fragen & Antworten rund um das Thema Fassadendämmung


Was ist Druckfestigkeit oder Druckspannung bei Styropor Dämmplatten?
Was ist die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) bei Dämmstoffen?
Wie werden Styropor Dämmplatten mit dem Klebemörtel richtig befestigt?
Warum müssen Sie einen Putzgrund auftragen?
Was sind Edelputze und welche Bedeutung haben sie?
Was versteht man unter mineralischen Edelputzen?
Muss ich bei der Verwendung von mineralischem Edelputz etwas beachten?
Welche Vorgaben durch die aktuelle Energieeinsparverordnung gibt es?
Welchen Zweck erfüllen Dämmstoffdübel?
Welchen Zweck erfüllen Anputzleisten bzw. Laibungsprofile und wie werden sie montiert?
Was ist der U-Wert?
Welche Vorteile- und Nachteile bietet die EPS-Dämmung gegenüber Mineralwolle-Dämmung?


Was ist Druckfestigkeit oder Druckspannung bei Styropor Dämmplatten?

Die Dämmplatte wird zerstört wenn die Druckspannung größer ist als die Druckfestigkeit. Anhand auftretender mechanischer Belastungen, z.B. durch Stauchung einer Dämmplatten, kann man die Druckfestigkeit oder auch Druckspannung feststellen. Bei einer Stauchung von 10 % wird die Druckspannung bei Dämmplatten in kPa gemessen.


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Was ist die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) bei Dämmstoffen?

Die Wärmeleitfähigkeit in W / (mK) gibt an, welche Wärmemenge in einer Stunde durch einen Quadratmeter einer 1000 mm dicken Baustoffschicht hindurch geht ,wenn der Temperaturunterschied zwischen den beiden Oberflächen 1 Kelvin beträgt. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die Belastbarkeit und Qualität von Dämmstoffen. Je kleiner die Leitfähigkeit, desto besser sind die Dämmeigenschaften des Baustoffes. Mit einem Anstieg der Temperatur nimmt auch die Wärmeleitfähigkeit des Baustoffes zu. In der Regel liegt die Wärmeleitfähigkeit von Dämmstoffen zwischen 0,030 und 0,050. Die Wärmeleitfähigkeit wird von der Dichte des Baustoffes und der Feuchtigkeit im Baustoff beeinflusst. Je höher die Dichte und je höher die Feuchtigkeit im Baustoff, desto höher ist die Wärmeleitfähigkeit. Bisher wird die WLG, gemäß ISO DIN 18165, den Wärmeleitfähigkeitsgruppen 030, 035, 040 zugeordnet.


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Wie werden Styropor Dämmplatten mit dem Klebemörtel richtig befestigt?

Vor dem Verkleben muss darauf geachtet werden, dass die Oberfläche der Wand eben, trocken, fett- und staubfrei sein. Es gibt verschiedene Klebemethoden:

1. Punkt- /Wulst- Methode: Eine lückenlose, umlaufende Wulst an den Seitenrändern. In der Mitte zwei Klebepunkte auftragen. Mindestens 40 % der ganzen Fläche muss insgesamt aufgetragen werden.

2. Maschinelle Verklebung: Wellenförmiges Auftragen der Wülste im Abstand von max. 10 cm auf das Mauerwerk mit mind. 60 % Deckung bei Styroporplatten, 50 % bei vorbeschichteten Mineralwolledämmplatten oder Lamellen.

3.Vollflächige Verklebung: Vollflächiges Aufkämmen des Klebers mittels einer Zahntraufel. Ideal bei besonders planebenem Untergrund.


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Warum müssen Sie einen Putzgrund auftragen?

Das Aufbringen von Putzgrund vor Verwendung des Fassadenputzes ist notwendig. Dieser bildet nämlich eine Haftschicht, indem zugleich die Saugfähigkeit des Untergrundes verringert wird. Dadurch hat der Untergrund immer die erforderliche Haftung für die Oberflächenschichten (Putze). Außerdem dient der Putzgrund zur farblichen Abdeckung des Armierungsmörtels.


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Was sind Edelputze und welche Bedeutung haben sie?

Edelputze sind Oberputze, die in mineralische Putze, Silikat- und Acrylputze unterschieden werden. Durch Edelputze wird das Regenwasser gesteuert und kontrolliert. Ohne Edelputz an der Fassade drohen Schäden und optische Beeinträchtigung. Zum einen ist es Transportmittel für Salze und lösliche Stoffe in Mauerwerk und Mörtel, die wenn sie an die Oberfläche gelangen, in Form von Ausblühungen sichtbar werden. Zum anderen können sich an den feuchten Fassaden Mikroorganismen oder Pilze ansiedeln. Edelputz sorgt für einen kontrollierten Feuchtetransport an Fassaden. Hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen können den Anbindeprozess verzögern, was zu Farbunterschieden und Ausblühungen führen kann.


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Was versteht man unter mineralischen Edelputzen?

Mineralische Edelputze werden in Scheibenputz, Reibeputz und Strukturputz unterschieden. Sie bilden eine strapazierfähige und optisch hochwertige Oberfläche. Scheibenputz wird am häufigsten verwendet. Bei Scheibenputze und Reibeputze gibt es meist gewisse Körnungsgrößen, sodass im Vergleich zu Glattputzen eine gewisse Oberflächenstruktur entsteht. Üblich sind die Korngrößen 2mm oder 3mm. Der wesentliche Vorteil von mineralischen Putzen gegenüber Silikon- und Silikatputzen ist, dass diese diffusionsoffen, hoch atmungsaktiv und extrem wiederstandfähig sind.


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Muss ich bei der Verwendung von mineralischem Edelputz etwas beachten?

Mineralische Reibeputze werden in der Regel nicht gebrauchsfertig geliefert, sondern müssen mit Wasser angerührt werden. Die Trockenmasse wird dann in einem sauberen Gefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser knollenfrei und in verarbeitungsgerechter Konsistenz angemischt. Dafür nimmt man am besten einen Bohrer mit einem Rührstab.

Der Untergrund darf nicht befeuchtet sein.

An der Arbeitsfläche muss der Putz immer gleichmäßig und ohne Pausen vom Verarbeiter und mit gleicher Wasserdosierung aufgetragen werden.

Es sollte nie mehr Putz angerührt werden als sich in 60 bis 90 Minuten verarbeiten lassen, da diese Putze chemisch abbinden.

Für die Verarbeitung von mineralischen Putzen sollten keine rostenden Behälter oder Werkzeuge verwendet werden. Das Aufbringen empfiehlt sich mit einer rostfreien Edelstahltraufel (die Traufe ist eine Glättkelle oder auch Glättscheibe) in Kornstärke. Zum Strukturieren wird der noch frische Putz mit der Kunststofftraufel oder Moosgummischeibe rund, waagrecht oder senkrecht oder einheitlich kreisend (Scheibenputz) abgerieben.

Da es sich um Naturkörnungen handelt, sind leichte Farbtondifferenzen der Körnung völlig normal. Damit diese Unterschiede auf großen Flächen nicht auffallen, sollten die Eimer nie ganz leer gemacht werden, sondern immer mit neuer Masse aufgefüllt und durchgemischt werden.


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Welche Vorgaben durch die aktuelle Energieeinsparverordnung gibt es?

Wenn mehr als 10% Prozent der Hausfassade neu verputzt werden, ist gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) eine Wärmedämmung des Hauses Pflicht. Die aktuell gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt eine Mindestdämmstärke von etwa 12 Zentimetern vor.


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Welchen Zweck erfüllen Dämmstoffdübel?

Dämmstoffdübel (auch Dämmstoffhalter oder Tellerdübel genannt) werden bei der Montage der Dämmung vornehmlich bei Holzständer-, Holzrahmenbauweise und Massivholzbauweise verwendet. Sie weisen anstelle eines Kopfes einen Teller auf, also eine flachen Kopf mit einem relativ großen Durchmesser. Der Teller drückt sich sanft in das Dämmmaterial ein. Je nach Dämmplatte und Größe müssen fünf und mehr Tellernägel oder Dämmstoffnägel je Quadratmeter gesetzt werden. Dämmstoffnägel eignen sich z. B. für die Befestigung von Styropor, Mineralwolle oder Glasfaserwolle. Bei Styropordämmplatten werden in der Praxis fast immer sowohl Dübel als auch Klebemörtel verwendet um die Dämmplatten anzubringen. Es gibt Dübel mit Kunststoffschlagnägeln und Dübel mit Stahlnägeln. Häufig reichen die Kunststoffschlagnägel nicht aus und es müssen Stahlnägel verwendet werden. Dieses ist unter anderem bei schwereren Fassaden, d.h. dickerer Dämmung (>120mm), Verwendung von Klinker-Steinen oder auch bei massiven Mauerwerkssteinen, wie z.B. Ziegelsteinen erforderlich.


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Welchen Zweck erfüllen Anputzleisten bzw. Laibungsprofile und wie werden sie montiert?

Die Anputzleisten (auch Apu-Leiste oder Laibungsprofil genannt) sorgen für eine Ausbildung der Abschlussfuge von Fenstern und Außentüren in Verbindung mit Nassputz im Innen- und Außenbereich. Sie dienen als Dicht-, Anputz- und Schutzprofil. Sie fangen desweiteren die ständigen Bewegungen der Bauelemente auf (schlagregendichte und dauerelastische Eigenschaften).

Die Leiste besteht aus der Laibungsleiste, welche den erforderlichen Laibungsabstand bietet und einem schaumstoffartigen selbstklebenden Dichtstreifen auf der Rückseite. Daran seitlich angebracht befindet sich eine Lippe, welche auf der Vorderseite eine Klebefläche besitzt, auf der eine Schutzfolie aufgeklebt werden kann. Diese Lippe hat eine Sollbruchstelle, die dessen Entfernen zum Abschluss der Arbeiten erleichtert. Der Steg dient als hilfreiche und später sehr ordentlich aussehende Putzabzugskante an dessen Rillen der Putz außerdem gut hält.

Zur Montage werden die Anputzleisten zunächst auf das korrekte Maß zurechtgeschnitten. Dann wird die Abdeckfolie des Klebebandes auf der Rückseite abgezogen und die Anputzleisten (mit den Senkrechten beginnend) direkt an den Außen- und Innenflächen der Rahmenprofile aufgeklebt. Die Profile müssen so positioniert werden, dass diese Lotrecht sind und der nötige Putzauftrag erreicht wird. Damit die Haftfähigkeit nicht beeinträchtigt wird, muss der Klebeuntergrund eben, trocken, stabil sowie frost-, staub-, schmutz- und fettfrei sein. Anschließend wird der Schutzstreifen von der Lippe entfernt, sodass darauf eine Schutzfolie schnell und einfach befestigt werden kann.


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Was ist der U-Wert?

Der U-Wert (Auch Wärmedurchgangskoeffizient oder Dämmwert gemeint) ist ein Maß für den Widerstand der dem Wärmetransport entgegenwirkt. Je kleiner der Wert ist, desto weniger Wärme wird transportiert, umso besser ist dann die Wärmedämmung.

Der U-Wert-Rechner auf u-wert.net bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Dämmung hinsichtlich Dämmwirkung (U-Wert) und möglicher Feuchteschäden zu analysieren. Sie können eine Online-Berechnung Ihrer Wärmedämmung vornehmen und einen Blog zum Thema Dämmen und Bauphysik nutzen.


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Welche Vorteile- und Nachteile bietet die EPS-Dämmung gegenüber Mineralwolle-Dämmung?

EPS ist wesentlich effizienter als Mineralwolle. Gerade durch neue Produktionsverfahren wird das EPS durch Zusatz von Grafitteilchen noch wesentlich effizienter (erstmals entwickelt von BASF). Außerdem wird das Material seit über 30 Jahren erfolgreich im Außenbereich eingesetzt und nicht zuletzt ist es deutlich preisgünstiger.

EPS hat auf der anderen Seite den Nachteil, dass es nicht so atmungsaktiv wie Mineralwolle ist. Es verfügt lediglich über die Diffusionsfähigkeit von Holz, welche durch Mineralwollplatten deutlich überschritten werden kann.


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